:::. Berichte - FNPT

In die Kindheit zurück versetzt


… oder „Rutschbahn für Erwachsene“. Bereits sind neun und damit mehr als die Hälfte unserer FNPT-II-Übungen vorbei. Die Basisübungen sind tempi passati. Ziel dieser Übungen war es, die verschiedenen Grundelemente zu erlernen, die es uns erlauben sollen, uns auf der Verlängerung der Pistenachse aufzulinieren, bei (fast) jedem Wetter und egal, wohin der Wind uns verweht. Abgesehen von einigen Höhenwechseln bewegten wir uns bis jetzt vornehmlich im zweidimensionalen Raum. Da wir uns aber für einen Beruf in der dritten Dimension entschieden haben, muss zum gegebenen Zeitpunkt wohl oder übel die Rückkehr auf den festen Untergrund vorbereitet werden. Dies führt dazu, dass zur Planung und Fliegerei in der lateralen Ebene nun auch die vertikale Ebene hinzu kommt.

Die neunte Übung befasste sich mit der Einführung in ILS-Anflüge (Instrument Landing System). Dabei zeigt ein Instrument an, ob man sich links oder rechts des Kurses bzw. über oder unter dem Gleitweg befindet. Hört sich einfach an, ist aber nicht ganz einfach zu fliegen, da die beiden Sensoren sehr empfindlich reagieren und bereits kleinste Abweichungen anzeigen. Aus diesem Grund muss der Anflug gut vorbereitet sein, um in der entscheidenden Phase genügend Kapazitäten für das „Tracking“ des ILS-Signals zur Verfügung zu haben. Während der Vorbereitung und Planung leistete der Autopilot gute Arbeit. Eine super Sache, wenn Kurs und Höhe gehalten werden, ohne dass die volle  Aufmerksamkeit des Piloten benötigt wird. Waren Höhen, Geschwindigkeiten, Verfahren im Falle eines Durchstartens etc. vorbereitet, war es wieder an der Zeit, dem Autopiloten eine Pause zu gönnen und selbst Hand anzulegen. Dann konnte es los gehen: Wählen und eindrehen von Frequenzen für Navigationshilfen, Höhen- und, Geschwindigkeitsabbau, Klappen setzen, Fahrwerk ausfahren, Checklisten abarbeiten,  erneut Frequenzen umstellen, Höhe halten etc. Dies alles musste jedoch nebenbei bewältigt werden. Primäre Aufgabe war es, sich auf den Anflugkurs zu bringen und den entscheidenden Moment des Absinkens auf dem Gleitweg nicht zu verpassen. Einmal auf Kurs und Gleitweg stabilisiert, begann der Kampf, durch feine Korrekturen diese zwei Parameter unter Kontrolle zu halten. Als nächstes folgte der Call Out „Approaching Minimum“. Da wir und das Flugzeug einen Flugplatz nicht bei jedem Wetter anfliegen und schon gar nicht automatisch landen können/dürfen, muss auf einer bestimmten Höhe (Decision Altitude = Minimum) die Piste in Sicht sein. Ist dies nicht der Fall, muss ein Durchstart eingeleitet werden. Kurz vor der Decision Altitude wagt man einen ersten Blick nach aussen. Ein eindrückliches Erlebnis, wenn das Flugzeug aus der grauen Einöde sinkt und vor einem die Piste mit ihrer Anflugbefeuerung auftaucht.

So machte jeder von uns einige Anflüge die ILS-Rutschbahn hinunter. Manchmal gelang es besser, das Flugzeug zu zähmen und innerhalb der Toleranzen zu halten. War dies nicht der Fall, resultierte daraus ein Durchstart und man begann erneut vorne auf Feld 1. In den nächsten Übungen wird der Wind uns weiter herausfordern und andere Anflugverfahren wollen ebenso geübt sein. Wir bleiben dran!

 

Hinzugefügt am: 14.11.2009 - 17:34

von Stefan Wirth

Aller Anfang ist schwer!


Seit 6 Wochen drückt unsere Klasse erneut die Schulbank - das 5. Semester an der ZHAW steht an. Doch etwas ist anders! Anstelle 5 Tage der Woche Vorlesungen zu besuchen, verspricht dieses Semester eine ordentliche Portion zusätzliche Abwechslung. Parallel mit dem Studium werden wir im sogenannten Flight Navigation and Procedure Trainer, kurz FNPT II, im Bereich Basic IFR (Instrument Flight Rules) ausgebildet. So sind wir lediglich 3 Tage an der ZHAW und 2 Tage im Ausbildungszentrum der SAT.
Ich möchte nicht zu viele Worte über den Inhalt dieses Semester verlieren, da diese nicht alle im Zusammenhang mit der Pilotenausbildung stehen. So befinden sich Fächer wie Quality Management, Human Factors, Stochastik, Flight Performance sowie Ground Operations auf dem Stundenplan und müssen im kommenden Winter einmal mehr mit einer Semesterendprüfung abgeschlossen werden.
Die ersten 4 Tage FNPT beschäftigten sich mit der nötigen Theorie. Checklisten wurden durchgeackert, technische Details studiert und erste Flight Procedures erklärt. Sehr viel Stoff in relativ kurzer Zeit, der auf seine Verarbeitung wartete. Bereits eine Woche später stand die erste praktische Lektion auf dem Programm. Schon nach den ersten Flugminuten war klar, dass es kein Zuckerschlecken werden würde. Der FNPT fühlte sich an wie befinde er sich auf einer Kugel. Während er eine normale Längsstabilität aufweist, wurde die Rollstabilität absichtlich reduziert, was zur Folge hat, dass ständig Korrekturen anzubringen sind.
Nun gilt es in den nächsten Wochen sämtliche grundlegenden IFR Procedures theoretisch zu repetieren und diese Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen. Keine einfache Sache, zumal in der 6. Übung bereits mit Wind geflogen wird und dieser mitunter berücksichtigt werden muss. Für Spannung ist also gesorgt!

Hinzugefügt am: 27.10.2009 - 21:21

von Michael Bürgy

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05.08.10Beginn Phase Vero Beach
09.07.10Diplomfeier ZHAW
18.06.10Abschluss Studium ZHAW
22.02.10Start 6. Semester ZHAW
15.02.10ATPL-Prüfungen (3. Sitzung)

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